Entlastung mit Sinn – für Angehörige & Pflegebedürftige
Verhinderungspflege bedeutet: Jemand übernimmt stundenweise die Pflege und Betreuung,
wenn Angehörige eine Pause brauchen – etwa für eigene Termine, Beruf oder einfach zum Durchatmen.
In meiner aktivierenden Verhinderungspflege geht es dabei nicht „nur“ um Anwesenheit,
sondern um Bewegung, Aktivierung und gemeinsame Zeit – angepasst an die Möglichkeiten
des Pflegebedürftigen.
Für wen eignet sich aktivierende Verhinderungspflege?
Das Angebot richtet sich an Pflegebedürftige mit Pflegegrad und ihre Angehörigen, insbesondere wenn:
- regelmäßige Entlastung im Alltag benötigt wird (z. B. 1× pro Woche)
- die pflegende Person Termine, Beruf oder eigene Gesundheit organisieren muss
- „nur Dasein“ nicht reicht – sondern Aktivität & Ansprache gewünscht ist
- Bewegung, Mobilität & Sturzprophylaxe wichtig sind
- ein ergänzendes Angebot zum Pflegedienst gesucht wird
Besonders sinnvoll ist Verhinderungspflege, wenn der Entlastungsbetrag bereits ausgeschöpft ist, aber weiterhin begleitete Aktivierung und Betreuung gewünscht wird.
Was passiert während der Verhinderungspflege?
Die Einsätze verbinden Betreuung, Aktivierung und – je nach Situation – auch Bewegung:
- sanfte Bewegungs- und Mobilisationsübungen zu Hause
- Gleichgewichts- und Koordinationsübungen zur Sturzprophylaxe
- alltagsorientierte Aktivierung (z. B. gemeinsam den Tisch decken)
- Gespräche, Biografiearbeit, Gedächtnisaktivierung
- Spaziergänge (wenn möglich) oder Übungen im Sitzen
Die Inhalte richten sich immer nach den Wünschen der Familie und den Möglichkeiten des Pflegebedürftigen – keine Überforderung, dafür sinnvolle Aktivität.
Welche Ziele verfolgen wir mit Verhinderungspflege?
🧩 Angehörige entlasten
Zeit für wichtige Termine, Erholung und eigene Gesundheit – ohne schlechtes Gewissen.
🚶 Aktivität erhalten
Pflegebedürftige bleiben in Bewegung, erleben Ansprache & Struktur im Alltag.
🏠 Sicherheit zu Hause stärken
Sturzrisiko senken, Abläufe üben – damit der Alltag länger zu Hause gelingen kann.
So läuft die aktivierende Verhinderungspflege ab
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1.Kurzes Vorgespräch
Wir besprechen telefonisch Ihre Situation: Pflegegrad, bisherige Unterstützung, Alltag der pflegebedürftigen Person und Entlastungswünsche der Angehörigen. Sie erhalten eine erste Einschätzung, wie Verhinderungspflege sinnvoll eingesetzt werden kann. -
2.Erstbesuch zu Hause
Ich lerne die pflegebedürftige Person und das Wohnumfeld kennen: Mobilität, Hilfsmittel, Tagesstruktur. Gemeinsam besprechen wir, welche Elemente wichtig sind – z. B. Bewegung, Aktivierung, Spaziergänge, Gespräche, Biografiearbeit. -
3.Regelmäßige Einsätze
In der Regel finden die Einsätze einmal wöchentlich zu festen Zeiten statt (z. B. 1–2 Stunden am Stück). In dieser Zeit werden Angehörige entlastet, während die pflegebedürftige Person aktiv begleitet und betreut wird – mit Schwerpunkt Bewegung & Aktivierung.
Rahmenbedingungen & Honorar
- Ort: Zu Hause (Region Hameln-Pyrmont)
- Dauer pro Einsatz: in der Regel 60 Minuten
- Häufigkeit: nach Absprache (z. B. 1× pro Woche)
Honorar (Privatpreise als Basis):
- Einzeltermin (60 Min.): 50,00 €
- im Abo (z. B. wöchentlicher Einsatz): 35,00 € je Einheit
Die tatsächliche Abrechnung erfolgt in der Regel über das Jahresbudget der Pflegeversicherung (Verhinderungspflege/Kurzzeitpflege). Die oben genannten Beträge dienen als Orientierung und werden in die Stundenplanung übertragen.
Wichtig: Verhinderungspflege ist keine medizinische Behandlungspflege und ersetzt nicht die Leistungen eines Pflegedienstes – sie ergänzt diese um Entlastung, Betreuung und Aktivierung.
Finanzierung über das neue Jahresbudget der Pflegeversicherung
Seit der Reform der Pflegeversicherung stehen für Verhinderungspflege und Kurzzeitpflege 3.539 € pro Jahr als gemeinsames Budget zur Verfügung. Dieses Budget kann flexibel eingesetzt werden – u. a. für wöchentliche, aktivierende Verhinderungspflege-Einsätze zu Hause.
Wie kann das Budget genutzt werden?
- für regelmäßige wöchentliche Entlastung (z. B. 1–2 Stunden pro Woche)
- für intensive Phasen (z. B. nach Klinikaufenthalt, in Übergangsphasen)
- in Kombination mit Kurzzeitpflege-Einsätzen
- zusätzlich zum Entlastungsbetrag (131 € monatlich)
In vielen Fällen lässt sich ein fester wöchentlicher Termin aus dem Jahresbudget problemlos finanzieren – oft über das ganze Jahr.
Gern unterstütze ich Sie dabei, Entlastungsbetrag, Verhinderungspflege und Kurzzeitpflege sinnvoll zu kombinieren. Auf Wunsch können Sie dafür auch die digitalen Rechner & Planer des Pflegeportals Hameln-Pyrmont nutzen.
Beispielplanung
- 1× pro Woche 60 Minuten Verhinderungspflege
- Honorar orientiert an 35–50 € je Einheit
- Finanzierung aus dem Jahresbudget von 3.539 €
In der Praxis reicht das Budget häufig für regelmäßige Entlastung über viele Monate, ohne dass Angehörige eigenes Geld aufwenden müssen.
Ob und wie viel Budget aktuell verfügbar ist, klären wir gern gemeinsam (z. B. über einen kurzen Anruf bei der Pflegekasse).
Sicherheit & Verlässlichkeit
Bei Einsätzen in der Verhinderungspflege stehen Vertrauen und Sicherheit an erster Stelle. Gerade wenn Angehörige nicht zu Hause sind, ist es wichtig zu wissen, dass die pflegebedürftige Person gut begleitet ist.
- langjährige Erfahrung als Pflegefachkraft im häuslichen Umfeld
- achtsamer Umgang mit Mobilität und Sturzrisiken
- Übungen im Sitzen, Stehen oder mit Haltemöglichkeiten
- klare Absprachen zu Grenzen & Aufgaben
- transparente Rückmeldung nach den Einsätzen
Ziel ist, dass Sie Verhinderungspflege als verlässliche Entlastung erleben – nicht als zusätzlichen Stressfaktor.
Fachlicher Hintergrund & Profil
Die aktivierende Verhinderungspflege baut auf einem kombinierten Profil auf:
- examinierte Pflegefachfrau mit Erfahrung in der häuslichen Pflege
- zertifizierte Bewegungstrainerin (AHAB)
- Weiterbildung zur Pflegeberaterin (SGD)
- laufende Qualifikation im Bereich Prävention & Gesundheitsförderung
Dadurch lassen sich pflegerische Einschätzung, Aktivierung und Bewegungsangebote sinnvoll verbinden – immer mit Blick auf die individuelle Situation.
Auf Wunsch können auch Pflegedienst, Hausarzt oder Physiotherapie eingebunden werden, um Ziele abzustimmen und die Versorgung zu verzahnen.
Häufige Fragen zur Verhinderungspflege
Nächster Schritt: Entlastung gut planen
Ob wöchentliche Entlastung, eine Phase intensiver Unterstützung oder die Kombination mit Bewegung zu Hause – wir schauen gemeinsam, wie das verfügbare Budget der Pflegeversicherung sinnvoll eingesetzt werden kann.
Im persönlichen Gespräch klären wir in Ruhe, welche Kombination aus Verhinderungspflege, Entlastungsbetrag und ggf. Kurzzeitpflege für Ihre Situation am besten passt.